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Die Bleilochtalsperre im Thüringer Schiefergebirge, direkt an der früheren deutsch-deutschen Grenze beginnend, liegt im thüringischen Saale-Orla-Kreis (SOK).
Die Bleilochtalsperre, auch "Thüringer Meer" genant, ist der größte Stausee Deutschlands mit 215 Mio. m³ Wassermenge, 28 km schiffbarer Länge und einer Fläche von 9,2 km². Sie ist das erste Gewässer der Saalekaskade, einer aus fünf Anstauungen bestehenden Anordnung von Stauseen, die ab 1926 zur Energiegewinnung gebaut wurden. Bis zum Bau der Talsperren war auf der Saale bereits Flößerei betrieben worden. Die Stauseen leisten einen wichtigen Beitrag zur Hochwasserregulierung in der Region.
Die Staumauer der Bleilochtalsperre: Am Fuß ist die Staumauer 65 m hoch, 47 m breit, die Krone ist 7,2 m breit und 205 m lang. Die Staumauer besteht aus 180.000 m³ Beton, der Krümmungsradius beträgt 300 m.
Unterhalb der Staumauer ist ein weiterer See von Burgkhammer her angestaut. Dieses sog. Unterwasser dient als Ausgleichsbecken, und staut die Saale weitere
6,5 km an.
Die Staustufen wurden als Pumpspeicherkraftwerke angelegt. In Stromspitzen-
zeiten kann aus den oberen Speichern (Bleiloch, Hohenwarte I) durch Rohre über Turbinen Wasser in die unteren Staustufen (Burgkhammer, Hohenwarte II) gelleitet werden, wobei zu ausgewählten Zeiträumen gezielt elektrischer Strom produziert werden kann. Mit Strom aus Fließgewässern, die rund um die Uhr relativ gleichmäßig Strom herstellen, wird nachts (außerhalb der Spitzenzeiten) ein Teil des Wassers wieder ins obere Becken hochgepumpt.
Wandernd kann man die Landschaft des Schiefergebirges besonders beeindruckend erleben. Beim Blick von verschiedenen Aussichtspunkten entlang der Wasserflächen, wie vom Heinrichstein, vom Luchsloch bei Zoppoten (Bleiloch) oder von der Teufelskanzel (Hohenwarte-Stausee) gewinnt man den Eindruck, sich in einer norwegischen Fjordlandschaft zu befinden.
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